call icon  Kostenlose Hotline: 0800-589 21 82   (Mo-Fr 8-18Uhr)


Fachbegriffe / Glossar


An dieser Stelle haben wir ihnen alle gängigen Fachbegriffe der Baufinanzierung einfach erklärt, klicken sie einfach auf den entsprechnden Begriff um weitere Informationen zu erhalten.

Abgeschlossenheits-Bescheinigung

Abgeschlossenheits-Bescheinigung

Bescheinigung des Bauaufsichtsamtes, dass die Räumlichkeiten nach dem Wohnungseigentumsgesetz abgeschlossen sind, d.h. baulich von anderen Wohneinheiten getrennt sind und einen eigenen Zugang von außen besitzen.

Abnahmeverpflichtung

Abnahmeverpflichtung

Verpflichtung eines Darlehensnehmers, sich innerhalb einer vereinbarten Frist (Abnahmefrist) das Darlehen auszahlen zu lassen.

Abschreibung

Abschreibung

Wertminderung von Wirtschaftsgütern, die jährlich zu einem bestimmten Prozentsatz als steuerlicher Verlust im Zuge der Ermittlung der Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung geltend gemacht werden kann. Auch bei vermieteten Immobilien kann jährlich ein bestimmter Anteil der Anschaffungs- und Herstellungskosten des Gebäudes als Abschreibung steuermindernd geltend gemacht werden. Wichtig ist, dass dies nicht für den Grund und Boden (= Grundstück) gilt, da sich dieser nicht "abnutzt". Sein Wert wird nicht in die Abschreibung einbezogen. Es wird unterschieden in: a) lineare Abschreibung = jährlich gleichbleibende Abschreibungsbeträge b) degressive Abschreibung = jährlich abnehmende Abschreibungsbeträge. Bei der degressiven Abschreibung tritt eine steuermindernde Wirkung wegen der anfänglich höheren Abschreibung früher ein. Bei Neubauten besteht ein Wahlrecht zwischen beiden Abschreibungsformen. Dieses Wahlrecht gilt allerdings nicht bei Altbauten, bei denen nur die lineare Abschreibung möglich ist.

Abstandsfläche

Abstandsfläche

Wenn benachbarte Gebäude nicht unmittelbar aneinander gebaut werden, sind sogenannte Abstandsflächen auf dem eigenen Grundstück nachzuweisen, deren Mindestabstand 3,00 m von der Grundstücksgrenze betragen muss.

Allgemeine Darlehensbedingungen

Allgemeine Darlehensbedingungen

Von der jeweiligen Bank vorformulierte Vertragsbestimmungen, die für sämtliche Kunden während der Dauer der Darlehensabwicklung gelten. Mit Unterschrift unter dem Darlehensvertrag, werden die "Allgemeine Darlehensbedingungen" anerkannt.

Annuitätendarlehen

Annuitätendarlehen

Langfristiges Darlehen, welches vom Darlehensnehmer in konstanten Kreditraten (sog. Annuität) zurückgezahlt wird. Die Annuität besteht aus Zins und Tilgung. Während der Laufzeit verringert sich der Zinsanteil der Rate, während der Tilgungsanteil durch den ersparten Zinsanteil steigt.

Auflassungsvormerkung

Auflassungsvormerkung

Sichert den schuldrechtlichen Anspruch auf Übertragung des Eigentums an einem Grundstück. Die Auflassungsvormerkung wird in Abteilung II des Grundbuches eingetragen. Sie schützt den zukünftigen Eigentümer davor, dass der Verkäufer ein Objekt z.B. an eine weitere Person verkauft und/oder mit Grundpfandrechten belastet, die nicht mit dem Erwerb der Immobilie zusammenhängen.

Baubeschreibung

Baubeschreibung

Detaillierte Aufstellung über alle, ein Bauvorhaben umfassenden Ausstattungs- und Ausfertigungsmerkmale. Wichtige Inhalte der Baubeschreibung sind z.B. Beschaffenheit der Wände und des Daches, Heizung, Art der Fenster etc. Sie gibt außerdem genaue Auskunft über die beim Bau verwendeten Materialen. Aufgrund ihrer Wichtigkeit für die Beurteilung der Qualität eines Gebäudes, ist die Baubeschreibung ein wichtiger Bestandteil der Finanzierungsanfrage. Desweiteren ist sie dem Antrag auf Baugenehmigung beizufügen.

BauGB

BauGB

Zusammenfassung aller baurechtlichen Gesetze und Verordnungen, einschließlich der Vorschriften des Fachplanungsrechts und der verwaltungsgerichtlichen Verfahren.

Baulast

Baulast

Die Übernahme einer Baulast ist häufig das einzig rechtlich zulässige Mittel, um Hindernisse auszuräumen, die der Bebauung des eigenen oder eines benachbarten Grundstückes entgegenstehen. Der Grundstückseigentümer erklärt gegenüber der Bauaufsichtsbehörde öffentlich rechtliche Verpflichtungen, die sein Grundstück betreffen, zu übernehmen.

Bebauungsplan

Bebauungsplan

Der B-Plan enthält die rechtsverbindlichen Festsetzungen für die städtebauliche Ordnung. Er bildet die Grundlage für weitere, zum Vollzug des BauGB erforderliche Maßnahmen.

Beleihungsauslauf

Beleihungsauslauf

Der Anteil des Objektwertes in Prozent, der fremdfinanziert - also beliehen - wird.

Beleihungswert

Beleihungswert

Vom jeweiligen Finanzierungsinstitut festgelegte Größe unterhalb des Verkehrswertes einer Immobilie. Der Beleihungswert entspricht i.d.R. dem Wert, der unter normalen Umständen bei einem späteren freihändigen Verkauf jederzeit erzielt werden kann, d.h. Verkehrswert abzüglich eines Sicherheitsabschlages.

Bereitstellungszins

Bereitstellungszins

Entgelt für die vom Kreditinstitut bereitgestellten (refinanzierten) und vom Darlehensnehmer noch nicht in Anspruch genommenen Darlehen oder Darlehensteile. Der Bereitstellungszins beträgt i.d.R. 3,0% p.a. bzw. 0,25% p.m.

Bewirtschaftungskosten

Bewirtschaftungskosten

Ausgaben für den laufenden Betrieb und Unterhalt einer Immobilie. Bei vermieteten Immobilien gibt es zwei verschiedene Arten von Bewirtschaftungskosten: a) umlagefähige Bewirtschaftungskosten, die dem Mieter in Rechnung gestellt werden können (z.B. Müllabfuhr, Straßenreinigung etc.). Sie sind für den Vermieter ein durchlaufender Posten. b) nicht umlagefähige Bewirtschaftungskosten, die dem Mieter nicht in Rechnung gestellt werden können (z.B. Verwalterkosten, Instandhaltungsrücklage)

Bürgschaft

Bürgschaft

Eine Bürgschaft ist ein Vertrag zwischen dem Bürgen und dem Gläubiger eines Dritten. Der Bürge verpflichtet sich gegenüber dem Gläubiger für die Erfüllung der Verbindlichkeiten bei Nichtzahlung des Dritten (Schuldners) Einzustehen. Der Bürge haftet mit seinem gesamten Vermögen (selbstschuldnerische Bürgschaft)

Disagio

Disagio

Differenz zwischen Nominalbetrag und tatsächlicher Auszahlung eines Darlehens. Das Disagio stellt eine Zinsvorauszahlung dar, die dazu führt, dass die Bank den zu zahlenden Nominalzins senkt. Für Kapitalanleger kann ein Disagio steuerlich interessant sein, da es zu den Geldbeschaffungskosten zählt, die als Werbungskosten absetzbar sind.

Effektivzins

Effektivzins

Banken bzw. Kreditgeber sind verpflichtet, den effektiven Jahreszins nach § 4 Preisangabenverordnung (PangV) zu berechnen und anzugeben. Dabei werden aber nur die Nebenkosten die expliziet in der PangV aufgeführt sind, in den effektiven Jahreszins einbezogen. Zu beachten ist somit, dass die Banken nicht alle Nebenkosten in die Berechnung einbeziehen müssen (z.B. Schätzgebühren, Teilvalutierungszuschläge etc.) Hierdurch bedingt, kann die tatsächliche Verzinsung höher liegen. Der effektive Jahreszins wird nur für den Zeitraum seiner Zinsfestschreibung angegeben und wird daher auch "anfänglich effektiver Jahreszins" genannt.

Eigenheimzulage

Eigenheimzulage

Staatliche Förderung für den Erwerb oder die Errichtung von selbstgenutzten Wohneigentum. Derzeit gesetzliche Änderungen in Vorbereitung!!!

Eigenkapital

Eigenkapital

Eigene Vermögenswerte, die für die Immobilien-Finanzierung eingesetzt werden. Zum Eigenkapital zählen: Bargeld, Bank- und Sparguthaben, Wertpapiere, Schenkungen, eigenes unbelastetes Grundstück (das bebaut werden soll), Bausparguthaben und auch Eigenleistungen

Eigenleistung

Eigenleistung

Persönliche Arbeitsleistung (Selbst-, Verwandten- und Nachbarschaftshilfe), die zur Einsparung von Handwerkerlohnkosten erbracht wird. Die Höhe der Eigenleistung wird vielfach überschätzt. Risiken liegen in dem hohen Zeitaufwand, der längeren Bauzeit, der teilweise unzureichenden fachlichen Qualifikation und dem Ausschluss von Gewährleistungsansprüchen. Nicht zu vergessen, die Nichtausführung der geplanten Eigenleistung aufgrund Krankheit/Verletzung.

Einheitswert

Einheitswert

Ein vom Finanzamt festgesetzter Richtwert für Grundstücke und Gebäude, nach dem u.a. die Grundsteuer ermittelt wird. Der Wert liegt (deutlich) unter dem tatsächlichen Wert der Immobilie und wird mittels des Einheitswertbescheides dem Eigentümer mitgeteilt.

Erschließungsvertrag

Erschließungsvertrag

In diesem Vertragswerk werden Leistungen, zeitlicher Ablauf und Qualität der Arbeiten geregelt, die im Zusammenhang mit den Erschließungsarbeiten (Ver- und Entsorgung, Straßen- und Wegflächen, ggf. auch Grünanlagen) stehen.

Festdarlehen

Festdarlehen

Langfristiges Darlehen, das am Ende der Laufzeit in einer Summe zurückgezahlt wird. Während der Laufzeit sind nur die Zinsen zu entrichten. Als sog. Tilgungsersatz werden häufig Bausparverträge, Kapitallebensversicherungen, Rentenversicherungen oder Investmentfonds verwendet.

Flächennutzungsplan (FNP)

Flächennutzungsplan (FNP)

Im Flächennutzungsplan ist für das gesamte Gemeindegebiet die sich aus der beabsichtigten städtebaulichen Entwicklung ergebende Art der Bodennutzung nach den voraussehbaren Bedürfnissen der Gemeinde in den Grundzügen darzustellen.

Forward-Darlehen

Forward-Darlehen

Darlehen, mit dem sich der Darlehensnehmer bereits zum heutigen Zeitpunkt einen Zinssatz für ein Darlehen in der nahen Zukunft sichert. Voraussetzung für die Aufnahme eines Forward-Darlehens ist das Vorhandensein einer Immobilie, über die eine Besicherung erfolgen kann. Häufig wird diese Form des Darlehens genutzt, wenn die Zinsfestschreibung eines bestehenden Darlehens erst in 12 bis 36 Monaten ausläuft, aber aufgrund des derzeit günstigen Zinsniveaus bereits eine Anschlussfinanzierung gesucht wird (z.B. vorzeitige Kreditablösung wegen hoher Vorfälligkeitsentschädigung nicht sinnvoll oder bisher finanzierendes Kreditinstitut mit einer Umschuldung nicht einverstanden). Für Forward-Darlehen werden je nach Dauer der "Aufschubzeit" Zuschläge berechnet, die den Zinssatz erhöhen. Es fallen keine Bereitstellungszinsen an.

Fremdkapital

Fremdkapital

Sämtliche Finanzierungsmittel, die dem Darlehensnehmer von Dritten (Banken, Versicherungen, Arbeitgeber, öffentliche Stellen oder Familie/Freunde) zur Verfügung gestellt werden.

Gebäudeversicherung

Gebäudeversicherung

Im Zuge des Erwerbs einer Immobilie treten Sie automatisch in die bereits bestehende Gebäudeversicherung ein. (vgl. § 69 VVG) Diese Gebäudeversicherung kann von Ihnen aber innerhalb eines Monats nach der grundbuchlichen Eigentumsübertragung mit sofortiger Wirkung oder zum Ablauf der laufenden Versicherungsperiode gekündigt werden (vgl. § 70 VVG) Anschließend können Sie eine neue Versicherung bei einer Gesellschaft Ihrer Wahl abschließen. Um die vom Verkäufer bereits gezahlte Versicherungsprämie auszunutzen, wird eine Kündigung zum Ablauf der laufenden Versicherungsperiode empfohlen. Der Kauf bzw. Verkauf der Immobilie sollte der Versicherungsgesellschaft angezeigt werden (vgl. § 71 VVG)

Geldbeschaffungskosten

Geldbeschaffungskosten

Kosten, die im Zusammenhang mit der Beschaffung von Finanzierungsmitteln entstehen. Dazu gehören z.B. Bearbeitungskosten, Vermittlerprovisionen, Gutachterkosten, Notar- und Grundbuchgebühren für die Eintragung der Grundschuld etc. Von der Bank erhobene Kosten werden oft direkt vom Auszahlungbetrag abgezogen.

GFZ / GRZ

GFZ / GRZ

Die Geschossflächenzahl (GFZ) gibt an, wieviel Quadratmeter Geschossfläche je Quadratmeter Grundstücksfläche zulässig sind. Bei einer Grundfläche von 1.000 qm und einer GFZ von 1,2 wären demnach auf jeden Quadratmeter Grundfläche 1,2 qm Geschossfläche bzw. eine Geschossfläche von 1.200 qm zulässig. Die Grundflächenzahl (GRZ) trifft dagegen eine Aussage darüber, welcher Anteil des Grundstückes maximal überbaubar ist. Bei einer GRZ von 0,1 sind maximal 10%, bei einer GRZ von 0,6 sind 60% eines Grundstückes überbaubar.

Grundbuch

Grundbuch

Beim Amtsgericht geführtes Register, welches die Rechtsverhältnisse eines Grundstückes darlegt. Es gibt Auskunft über die Größe und Nutzungsart des Grundstückes, über Rechte an anderen Grundstücken, sowie über die Eigentumsverhältnisse und welche Lasten und Beschränkungen auf dem Grundstück ruhen. Jeder mit berechtigtem Interesse (z.B. Käufer) kann das Grundbuch einsehen - wenngleich u.U. auch nur eingeschränkt - . Es genießt öffentlichen Glauben, d.h. auf die Richtigkeit der Angaben kann vertraut werden.

Grundbuchauszug

Grundbuchauszug

Vollständige Abschrift (Kopie) aller zu einem Grundstück bestehenden Grundbucheintragungen, die beim zuständigen Grundbuchamt von jedem mit „berechtigtem Interesse“ angefordert werden kann.

Grunderwerbsteuer

Grunderwerbsteuer

Steuerliche Belastung beim Kauf/Erwerb von bebauten und unbebauten Grundstücken. Sie beträgt seit dem 01.01.1997 3,5% des Kaufpreises.

Grundschuld

Grundschuld

Dingliches Recht eines Dritten an einem Grundstück (Grundpfandrecht), welches zu Gunsten des Gläubigers in das Grundbuch eingetragen wird. Die Grundschuld ist nicht an eine persönliche Forderung gebunden, stellt aber eine unbedingte Zahlungsverpflichtung aus dem Grundstück dar.

Grundschuldbestellung

Grundschuldbestellung

Der Grundstückseigentümer erteilt in einer notariell beglaubigten Urkunde seine Zustimmung zur Belastung seines Grundstückes, verbunden mit dem Auftrag, diese Belastung (Grundschuld) in das Grundbuch einzutragen.

Grundschuldzins

Grundschuldzins

Zinsen, die im Grundbuch bei der Grundschuld mit eingetragen werden. Die Höhe des Grundschuldzinses ist unabhängig von der Darlehensforderung und ist daher abweichend von den Kreditverträgen. Um Zinsschwankungen auszugleichen und im Falle der Zahlungsunfähigkeit der Darlehensnehmer alle Kosten abzudecken, werden die Zinsen im Grundbuch i.d.R. höher eingetragen (meist zwischen 15% und 20%). Bei vertragsgemäßer Zahlung der Raten zahlt der Darlehensnehmer natürlich den im Kreditvertrag vereinbarten Nominalzins.

Hypothek

Hypothek

Bestelltes (dingliches) Pfandrecht ( §§ 1113-1190 BGB) an einem Grundstück zur Sicherung einer persönlichen Forderung. Hauptsächlich dient die Hypothek als Sicherung für Kredite. Im Gegensatz zur Grundschuld ist die Hypothek abhängig von der ihr zugrundeliegenden Forderung. Ist die persönliche Forderung beglichen, erlischt auch die Hypothek. Aus diesem Grund bevorzugt die Rechtspraxis eine Grundschuld, da diese aufgrund ihrer Unabhängigkeit von der gesicherten Kreditforderung eine größere Flexibilität aufweist.

Konditionen

Konditionen

Als Konditionen bezeichnet man zwischen Anbieter und Abnehmer vereinbarte Modifikationen und Bedingungen, zu welchen der Darlehensgeber bereit ist, ein Darlehen zu Verfügung zu stellen. Hierzu zählen: Nominalzinssatz, Dauer der Zinsfestschreibung, Auszahlungskurs, Tilgungssatz sowie der Beginn der Tilgung, Bearbeitungskosten und Bereitstellungszinsen.

Laufzeit für Baufinanzierung

Laufzeit für Baufinanzierung

Die Laufzeit eines Darlehens umfasst den Zeitraum vom Zeitpunkt der Auszahlung des Darlehens bis zur vollständigen Rückzahlung. Bei einer Tilgung von 1,0% p.a. beträgt die Laufzeit i.d.R. zwischen 30 und 35 Jahren (abhängig vom Darlehenszins), während sie sich bei einer Tilgung von 2,0% p.a. auf 25 bis 28 Jahre verkürzt. Je höher somit der laufende Tilgungssatz, desto kürzer die Darlehenslaufzeit.

Nachfinanzierung

Nachfinanzierung

Als Nachfinanzierung wird ein über die ursprünglich abgeschlossene Darlehenssumme hinausgehender Finanzierungsbedarf bezeichnet. Eine Nachfinanzierung kann notwendig werden, wenn die für das Bauvorhaben geplanten Kosten während der Bauphase überschritten und dadurch zusätzliche Darlehen zur Kostendeckung aufgenommen werden müssen. Um die durch eine Nachfinanzierung zwangsweise entstehenden zusätzlichen Kosten zu vermeiden, ist es notwendig, die Finanzierung ausreichend zu planen.

Negativbescheid

Negativbescheid

Bescheinigung des Amtes zur Regelung offener Vermögensfragen mit der Feststellung, dass keine vermögensrechtlichen Ansprüche auf das Grundstück bestehen, bzw. geltend gemacht werden können(Neue Bundesländer). Der Negativbescheid muss bereits vor Grundschuldbestellung vorliegen.

Negativbescheinigung

Negativbescheinigung

Gemeinden steht grundsätzlich an allen Grundstücken ein Vorkaufsrecht zu, welches grundsätzlich keiner Eintragung im Grundbuch bedarf. Mit dem Ausstellen einer Negativbescheinigung versichert die Gemeinde, dass entweder kein Vorkaufsrecht für das betreffende Grundstück besteht, bzw. dieses nicht in Anspruch genommen wird. Ob ein Vorkaufsrecht besteht, wird von dem Notar im Rahmen der Kaufpreisverhandlungen geklärt. Kann jedoch auch schon im Vorhinein vom Kaufinteressenten durch Nachfrage beim zuständigen Bauplanungsamt erfragt werden.

Negativerklärung

Negativerklärung

Mittels einer Negativerklärung verpflichtet sich der Darlehensnehmer gegenüber dem Darlehensgeber sein Vermögen nicht durch Veräußerung oder Belastung seines Grundbesitzes oder durch Bestellung sonstiger Sicherheiten gegenüber Dritten zu Ungunsten des Darlehensgebers zu verändern. Gemäß § 137 BGB stellt die Negativerklärung eine rechtsgeschäftliches Veräußerungs- und Verfügungsverbot dar. Sie wird statt einer Grundschuldeintragung eingesetzt.

Nichtabnahmeentschädigung

Nichtabnahmeentschädigung

Bei Nichtabnahme eines zugesagten Darlehens oder auch Darlehen-Teilbeträgen fällig werdendes Entgelt, welches den entstandenen Verlust des Kreditinstitutes durch die Nichtabnahme ausgleicht. Die Berechnung der Nichtabnahmeentschädigung erfolgt wie bei der Vorfälligkeitsentschädigung.

Nießbrauch

Nießbrauch

Eine, in Abteilung II des Grundbuches eingetragene Dienstbarkeit einer Immobilie zugunsten einer namentlich aufgeführten Person, welche diese berechtigt entsprechendes Nutzen aus der Immobilie zu ziehen. Beim Erwerb einer Immobilie bereits eingetragene Nießbrauchrechte, machen eine Immobilie für den Käufer unverwertbar, da es diesen von einer Nutzung ausschließt.

Nominalzins

Nominalzins

Zinssatz, mit dem ein Darlehen zu verzinsen ist (= sog. "Zahlzins" für den Kunden). Er wird auf den Nominalbetrag des Darlehens berechnet und ist nicht zu verwechseln mit dem Effektivzins.

Notaranderkonto

Notaranderkonto

Ein auf den Namen eines Notars eingerichtetes Treuhandkonto, welches der Notar bei der Abwicklung von Immobiliengeschäften ( Kauf-Verkauf) zur zwischenzeitlichen Verwahrung von Fremdgeldern ( u.a. Kaufpreisen ) nutzt. Hierdurch gewährleistet der Notar eine zweckmäßige Verwendung der Gelder (Treuhandauftrag) . Nach Beauftragung des Notars mit der Abwicklung der Kaufpreiszahlungen, durch die Vertragsparteien, hält er den vom Käufer entrichteten Kaufpreis auf dem Notaranderkonto zurück, bis sämtliche Verpflichtungen aus dem Kaufvertrag erfüllt sind. Das Notaranderkonto ermöglicht dadurch eine vorzeitige Darlehensauszahlung so lange die Grundschuld noch nicht im Grundbuch eingetragen ist.

Prolongation

Prolongation

Prolongation ( = Verlängerung) eines Darlehens bzw. Neufestlegung bzw. Anpassung der Bedingungen ( Zinsen) nach Ablauf der Zinsbindungsfrist.

Rangrücktritt

Rangrücktritt

Durch notariell beglaubigte Erklärung kann ein bereits im Grundbuch eingetragener Gläubiger seine bisherige vordere Rangstelle zugunsten eines anderen - bisher nachrangigen Darlehengebers- verändern.

Rangstelle

Rangstelle

Im Falle einer Zwangsversteigerung, durch welche mehrere Gläubigeransprüche befriedigt werden müssen, erfolgt die Bestimmung der Gläubigerreihenfolge durch die Rangstelle. Aus dem Erlös der Zwangsversteigerung wird zunächst der Gläubiger der ersten Rangstelle befriedigt, anschließend der Gläubiger auf dem zweiten Rang, usw.. Durch einen „Rangrücktritt“ besteht die Möglichkeit der nachträglichen Änderung der ursprünglichen Reihenfolge.

Refinanzierung

Refinanzierung

Mittelbeschaffung durch Verpfändung oder eigene Kreditaufnahme eines Kreditinstitutes, zur Gewährung von Darlehen an Dritte. Bei Hypothekenbanken geschieht dies über Ausgabe von Pfandbriefen. Begrifflich und inhaltlich entspricht eine Refinanzierung einer Gegenfinanzierung.

Restschuld

Restschuld

Der , nach Ablauf der Zinsbindungsfrist, noch zu tilgende Darlehensbetrag. Die Höhe der jeweiligen Restschuld kann anhand eines Tilgungsplanes festgestellt werden. Im Rahmen eines solchen Tilgungsplanes subtrahiert man zur Berechnung der Restschuld, die bereits erfolgten Tilgungen von dem Darlehensnennbetrag, dem sogenannten Nominaldarlehen.

Rückauflassungsvormerkung

Rückauflassungsvormerkung

Im Grundbuch eingetragene Auflassungsvormerkung zur Sicherung eines Anspruches des Verkäufers auf Rückübertragung eines Grundstückes. Häufig finden sich solche Eintragungen von Rückauflassungsvormerkungen in Verbindung mit der Bebauung von Grundstücken der Städte und Gemeinden. Dem Käufer werden im Wege des Erwerbs des Grundstückes bestimmte Auflagen erteilt, z.B. Erstellung einer Mindestwohnflächenzahl. Hält der Käufer sich nicht an eine solche Auflage, hat der frühere Eigentümer einen Anspruch auf Rückübertragung.

Sondernutzungsrecht

Sondernutzungsrecht

Im Grundbuch eingetragenes ausschließliches Nutzungsrecht für einen bestimmten Sondereigentümer an einem genau definierten Teil des gemeinschaftlichen Eigentums. Beispiele für Sondernutzungsrechte können z.B. für Kfz-Stellplätze, Gartenanteile und Kellerräume eingeräumt sein.

Sondertilgung

Sondertilgung

Zahlung über die vereinbarte regelmäßige Darlehensrate hinaus. Eine Sondertilgung führt i.d.R. zu einer Verkürzung der Gesamtlaufzeit oder zu einer niedrigeren regelmäßigen Darlehensrate. Da eine Sondertilgung während der vereinbarten Zinsfestschreibungszeit normalerweise nicht entschädigungsfrei möglich ist, sollte die Möglichkeit einer Sondertilgung bereits vor Festlegung der Darlehensbedingungen abgestimmt werden.

Swap

Swap

Ein Tausch von Zahlungsverpflichtungen mit dem Ziel, relative Vorteile zu erzielen. Zu unterscheiden ist zwischen Zins- und Währungsswaps . Relative Vorteile können ihre Ursache in der unterschiedlichen Bonität und Stellung der Partner am Markt und/oder unterschiedlichen Konditionen am nationalen - und an internationalen Finanzmärkten haben. Da sich Swaps als Ursprung für kostengünstiges festverzinsliches Fremdkapital erwiesen haben, stellen sie eine realistische Alternative zu direkten Finanzierungen dar.

Schufa

Schufa

Abkürzung für: "Schutzgemeinschaft für Allgemeine Kreditsicherung". Die „Schufa“ ist eine Gemeinschaftseinrichtung deutscher Kreditinstitute und anderer kreditgebender Wirtschaftsunternehmen. Sie erhält von den ihr angeschlossenen deutschen Finanzinstituten Informationen zur Beurteilung der Bonität von Kreditnehmern, um sämtliche Mitgliedsinstitute vor Verlusten im Kreditgeschäft zu bewahren. Entsprechende Informationen stellt die „ Schufa“ den Banken auf Anfrage zur Verfügung - selbstverständlich unter der strengen Beachtung des Datenschutzes .

Schuldnertausch

Schuldnertausch

Beim Verkauf einer Immobilie besteht die Möglichkeit, die Finanzierung „mit zu verkaufen“. Dadurch wird der Käufer zum Schuldner des Darlehens. Ein Schuldnertausch kann, nach vorangegangener eingehender Bonitätsprüfung, ausschließlich mit Genehmigung des Gläubigers (Darlehensgeber) durchgeführt werden. Die Bewilligung des Tausches erfolgt meist gegen eine einmalige Vergütung in Höhe von 1,0 bis 2,0% der Restschuldsumme.

Schuldübernahme

Schuldübernahme

Eine Schuldübernahme ist ein, mit dem Einverständnis aller Vertragsparteien ( die Zustimmung der Bank ist ebenfalls erforderlich) vorgenommener Austritt des bisherigen - und gleichzeitiger Eintritt eines neuen Darlehensnehmers in den bestehenden Darlehensvertrag. Alle Rechte und Pflichten werden vom neuen Darlehensnehmer übernommen. Die Schuldübernahme muss durch notariellen Vertrag oder notarielle Beurkundung eines schriftlichen Vertrages erfolgen.

Schuldzinsenabzug

Schuldzinsenabzug

Bei vermieteten Objekten sind Schuldzinsen in Ihrer Eigenschaft mit Werbungskosten vergleichbar. Daher ist eine steuermindernde Absetzung von Schuldzinsen bei Einkünften aus Vermietung und Verpachtung möglich.

Teilungserklärung

Teilungserklärung

Erklärung eines Grundstückseigentümers gegenüber dem Grundbuchamt, dass das Eigentum an dem Grundstück in Miteigentumsanteile aufgeteilt und mit jedem Miteigentumsanteil das Sondereigentum an bestimmten Räumlichkeiten des vorhandenen Gebäudes oder von noch zu errichtenden Gebäuden verbunden sein soll. Die Teilung wird mit der Anlegung von gesonderten Wohnungsgrundbüchern wirksam. Im Anschluss daran ist es möglich, die entsprechenden Miteigentumsanteile selbständig zu belasten. Die Teilungserklärung gibt u.a. Auskunft darüber, welche konkreten Gebäudeteile Sonder-, Teil - bzw. Gemeinschaftseigentum sind.

Tilgung

Tilgung

Regelmäßige Zahlung zur Rückführung eines Darlehens ( i.d.R. monatlich). Die Tilgungshöhe entscheidet über die Höhe der Kreditrate und über die Gesamtlaufzeit des Darlehens.

Tilgungsaussetzung

Tilgungsaussetzung

Generell werden Hypothekendarlehen mit einer mindestens 1,0%igen Tilgung (pro Jahr) ausgestattet. Die Tilgungsaussetzung dient dazu, evtl. gefährdete Darlehen zu sichern und dadurch den Fortbestand der ursprünglich beabsichtigten Baufinanzierung zu gewährleisten. In Betracht kommen hierfür bspw. Kapitallebensversicherungen.

Tilgungsfreijahre

Tilgungsfreijahre

Vereinbarung zwischen dem Kreditinstitut und dem Darlehensnehmer, dass die Tilgung der Darlehensschuld erst nach Ablauf einer gewissen Zeitspanne nach Auszahlung des Darlehens beginnt. Bei Neubauten kann i.d.R. eine tilgungsfreie Zeit von bis zu 10 Jahren - ohne adäquate Zusatzsicherheit - gewährt werden.

Tilgungsverrechnung

Tilgungsverrechnung

Die Tilgungsverrechnung gibt Auskunft über den Zeitpunkt, zu dem die vereinbarte Tilgung mit dem restlichen Darlehensbetrag verrechnet wird. Beispielsweise die "sofortige Tilgungsverrechnung" = die Zahlung wird entsprechend dem Eingang sofort mit der Restschuld verrechnet.

Treuhandzahlung

Treuhandzahlung

Eine Treuhandzahlung führt dazu, dass ein Darlehen bereits vor Eintragung einer Grundschuld „ zu treuen Händen“ valutiert (ausgezahlt) werden kann. Die Zahlung erfolgt an vertrauenswürdige Dritte (sog. Treuhänder, z.B. ein Notar) mit der Maßgabe, das Geld an den endgültigen Empfänger nur weiterzuleiten, sobald sämtliche gestellten Auflagen erfüllt sind.

Umschuldung

Umschuldung

Umschuldung bedeutet einen Wechsel des Darlehensgebers. Meist handelt es sich dabei um eine Anschlussfinanzierung. Sie beinhaltet die Rückführung eines bestehenden Darlehens (nach Ende der vereinbarten Zinsfestschreibungszeit) durch Aufnahme eines neuen Darlehens bei einem anderen Kreditinstitut.

Verkehrswert

Verkehrswert

Der Verkehrswert einer Immobilie wird durch den Preis bestimmt, der zu dem Zeitpunkt, auf den sich die Ermittlung bezieht, auf dem Markt erzielbar ist.

Vorfälligkeitsentschädigung

Vorfälligkeitsentschädigung

Entgelt für die einem Kreditinstitut entstehenden Verluste bei einer außerplanmäßigen Rückzahlung eines Darlehens. Bei Immobilienfinanzierungen werden die Zinskonditionen für eine bestimmte Laufzeit festgeschrieben. Kreditinstitute besorgen sich (refinanzieren) die für die Herausgabe des Darlehen notwendigen Gelder genau für diese Laufzeit (kongruent). Wird das Darlehen vom Kunden (Verbraucher) vorzeitig zurückgezahlt, so können den Kreditinstituten je nach Höhe der Zinskondition, Restlaufzeit und Restschuld erhebliche Verluste entstehen, die sie dann über die Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung ausgleichen.

Vorkaufsrecht

Vorkaufsrecht

Ein, dem Begünstigten durch eine einseitig empfangsbedürftige Willenserklärung eingeräumtes Recht, im Falle eines Verkaufs einer Immobilie an einen Dritten, zwischen sich und dem Veräußerer einen Kaufvertrag zu grundsätzlich identischen Bedingungen abzuschließen. Ein solches Vorkaufsrecht wird im Grundbuch in Abt. II "Lasten und Beschränkungen" eingetragen.

Wegerecht

Wegerecht

Recht des Begünstigten zum Überqueren eines fremden Grundstückes, für das ein Wegerecht eingeräumt ist. Dies ist bspw. der Fall bei Grundstücken, die nicht an öffentliche Verkehrsflächen angeschlossen sind. Eine eventuelle Wertminderung des Objektes durch dieses Recht ist individuell zu prüfen. Vermerkt/gesichert ist dieses Recht in Abteilung II des Grundbuches sowohl des belasteten als auch des begünstigten Grundstückes.

Zinsanpassung

Zinsanpassung

Festlegung des Nominalzinssatzes nach Ablauf der Festschreibungszeit (Prolongation).

Zinsbindungsfrist

Zinsbindungsfrist

Festlegung des Nominalzinssatzes nach Ablauf der Festschreibungszeit (Prolongation).

Zwangsvollstreckung

Zwangsvollstreckung

Gesetzlich geregeltes Verfahren zur zwangsweisen Durchsetzung oder Sicherung privatrechtlicher Ansprüche des Gläubigers gegenüber einem Schuldner.

Zwischenfinanzierung

Zwischenfinanzierung

Eine Zwischenfinanzierung dient der Überbrückung eines kurzfristigen Kreditbedarfes (z.B. während der Bauphase). Die Zwischenfinanzierung wird später durch Eigenkapital (z.B. aus Verkauf einer anderen Immobilie) oder die Auszahlung der langfristigen Finanzierungsmittel abgelöst.

Gratis Rückruf Service

Gerne rufen wir sie auf Wunsch zurück um ihr Vorhaben persönlich in einem kostenlosem Beratungsgespräch ausführlich mit zu ihnen zu besprechen.
Füllen sie einfach kurz das Formular aus und wir werden uns nach ihren Vorgaben bei ihnen melden.

Termin Rückrufwunsch?

Sie sind aus Beruflichen oder Sonstigen Gründen nur zu gewissen Zeiten erreichbar?

Kein Problem, geben sie hier einfach Tag und Zeit an und wir werden unseren Rückruf nach ihren Wünschen einplanen.


Der Gratis-Rückruf-Service der Deutschen BauFinanz GmbH ist für den Endkunden mit keinerlei Kosten, Verbindlichkeiten oder Verpflichtungen verbunden.

Mit der Nutzung dieses Services bestätigen sie unsere Datenschutzbestimmungen.
Zertifikat1
Zertifikat2
Zertifikat3
Zertifikat4
Zertifikat5
Zertifikat6

Demo


© DeutscheBauFinanz 2018.
Alle Rechte vorbehalten.

Um Ihnen ein besseres Benutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies auf dieser Internetseite. Durch Nutzung von www.DeutscheBauFinanz.de stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu.